Schneewittchen

Oper in 3 Akten

Musik & Libretto: Robert Ficklscherer

Die Handlung

Prolog: (ad libitum)

Der Sprecher tritt vor den Vorhang und erzählt die Vorgeschichte, welche besagt dass eine Königin sich im Winter in den Finger stach und sie sich angesichts der Blutstropfen im Schnee ein Kind wünschte, das so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an ihrem Stickrahmen sein solle. Bald darauf gebar sie eine Tochter, die tatsächlich so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie war und nannte sie darum Schneewittchen. Nach dem Tod der Königin nahm sich der König eine neue Gemahlin: eine schöne und stolze Frau, die sich ihre unübertreffliche Schönheit stets von ihrem Zauberspiegel bestätigen ließ. Schneewittchen aber wuchs heran und wurde immer schöner.

1.Akt

Szene I

Der Vorhang öffnet sich mit dem Einsatz des Orchesters, die Stiefmutter hantiert vor dem Spiegel , schminkt sich und bewundert Ihre Schönheit. Sie beschwört den Spiegel, der ihr verkündet, dass Schneewittchen tausendmal schöner als sie selbst sei. – Wütend beschließt sie, Schneewittchen töten zu lassen und befiehlt der Wache, den Jäger kommen zu lassen.

Der Jäger weigert sich zunächst Schneewittchen zu töten, sagt dann aber
- gemahnt an seinen Treueschwur – resigniert zu, Schneewittchen in den Wald zu führen und zu töten.

Szene II

Schneewittchen steht vor dem Zauberwald und horcht auf die Geräusche.
Der Jäger nähert sich, bleibt entfernt von Schneewittchen stehen und versucht sich Mut zu machen, um den befohlenen Mord ausführen zu können. Dann tritt der Jäger näher zu Schneewittchen heran und lädt sie ein, spazieren zu gehen.

Gemeinsam gehen sie durch den Wald und lauschen den Vogelstimmen.; als sie einen Kuckuck hören, singen sie das bekannte Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck“

Tiefer im Wald angekommen bitter der Jäger Schneewittchen stehen zu bleiben und zückt sein Messer. Er versucht sie zu töten. Schneewittchen wehrt sich und fleht ihn an, sie zu verschonen. – Der Jäger gibt ihrem Flehen nach und ermahnt Schneewittchen, weit weg zu gehen, weit genug, dass niemand sie mehr finden kann.

Dann geht der Jäger und lässt Schneewittchen allein zurück. Sie irrt verzweifelt umher bis sie auf ein Häuschen trifft, in das sie eintritt. Sie findet alles für 7 Personen eingerichtet vor, ebenso ist der Tisch für 7 Personen gedeckt. Sie isst und trinkt überall ein wenig. Müde sucht sie nach einem passenden Bett und legt sich schlafen

Die Zwerge kommen nach Hause - Musik: Zwergenmarsch; (Wir sind die sieben Zwerge) - und finden ihr Geschirr benutzt vor, sie suchen im Haus und finden Schneewittchen schlafend vor.

Schneewittchen erwacht und erzählt den Zwergen ihre Geschichte. Empört über die Bosheit der Stiefmutter und gerührt von Schneewittchens Leid schlagen die Zwerge ihr vor bei ihnen zu bleiben, Schneewittchen nimmt dies dankbar an und verspricht den Zwergen gut für sie zu sorgen. (Duett: Schneewittchen bleibt!)

2. AKT

Szene I

Die Stiefmutter wartet ungeduldig und schaut immer wieder nach dem Jäger;
endlich hört sie das Jagdhorn und sieht den Jäger nahen.

Der Jäger tritt zu ihr und gibt ihr zu verstehen, dass sie nun wieder die Schönste im Land sei.. – Hocherfreut und dennoch misstrauisch will sich die Königin vom Spiegel die Bestätigung einholen. Der Spiegel jedoch antwortet ihr, dass „Schneewittchen über den Bergen, bei den sieben Zwergen“ noch tausendmal schöner sei als sie selbst.

Wutentbrannt schwört sie dem Jäger Rache und Schneewittchen den Tod. Dieses Mal will sie die Tat selbst ausführen und beschließt, verkleidet als Krämerin, Schneewittchen bei den Zwergen aufzusuchen und zur Anprobe

eines Gürtels zu verleiten, mit dem sie sie zu Tode schnüren will.

Szene II

Die Zwerge verabschieden sich von Schneewittchen und mahnen sie zur Vorsicht.
Schneewittchen fühlt sich einsam und gibt ihrer Sehnsucht nach den verstorbenen Eltern und nach ihrem Prinzen Ausdruck.

Da erscheint die Stiefmutter als Krämerin verkleidet und überredet Schneewittchen, einen Gürtel zu probieren. Sie hilft ihr und zieht den Gürtel so fest zu, dass Schneewittchen bewusstlos zusammen sackt. In der Annahme Schneewittchen getötet zu haben, zieht sich die Stiefmutter zurück.

Die Zwerge kehren zurück und finden Schneewittchen am Boden liegend. Alle suchen nach einer Ursache und finden schließlich den Grund: vom Gürtel befreit kommt Schneewittchen zu sich.

Szene III

Die Stiefmutter will sich den Erfolg ihrer Tat vom Spiegel bestätigen lassen. Der Spiegel jedoch gibt ihr erneut zu verstehen, dass „Schneewittchen über den Bergen, bei den sieben Zwergen“ noch tausendmal schöner sei als sie selbst.

Wutentbrannt schwört sie Schneewittchen den Tod und will die Tat mit einem vergifteten Kamm ausführen..

Szene IV

Die Zwerge sind außer Haus. Schneewittchen arbeitet im Haus und singt fröhlich von Ihrer Arbeit für die Zwerge.

Die Stiefmutter kommt näher, abermals als Krämerin verkleidet. Sie lenkt Schneewittchens Interesse auf den Kamm und steckt ihn ihr ins Haar. Schneewittchen sackt zusammen, die Stiefmutter entfernt sich hämisch lachend.

Die Zwerge kehren zurück und finden Schneewittchen am Boden liegend. Alle suchen nach einer Ursache und finden schließlich den Grund: vom Kamm befreit kommt Schneewittchen zu sich und alle sind erleichtert und fröhlich.

Szene V

In der Überzeugung Schneewittchen mit dem vergifteten Kamm getötet zu haben, will sich die Stiefmutter den Erfolg ihrer Tat vom Spiegel bestätigen lassen. Der Spiegel jedoch gibt ihr erneut zu verstehen, dass „Schneewittchen über den Bergen, bei den sieben Zwergen“ noch tausendmal schöner sei als sie selbst.

Rasend vor Zorn verflucht sie die Zwerge und schwört Schneewittchen den Tod. Mit einem vergifteten Apfel will sie Schneewittchen beseitigen.

Szene VI

Die Zwerge verabschieden sich von Schneewittchen und mahnen sie zur Vorsicht. Schneewittchen verspricht zu gehorchen und erfreut sich am Anblick der Tiere, die die 7 Zwerge auf ihrem Weg begleiten.

Plötzlich taucht die Stiefmutter als Bäuerin verkleidet auf , Schneewittchen erschrickt. Äußerst heuchlerisch besänftigt die Stiefmutter Schneewittchen und gibt vor, Äpfel zu liefern, die die Zwerge bei ihr bestellt hätten. Schneewittchen weigert sich standhaft, die Äpfel anzunehmen, doch lässt sie sich überreden, eine Hälfte des allerschönsten Apfels, den ihr die vermeintliche Bäuerin anbietet zu kosten. Beim ersten Biss in den Apfel schon sackt Schneewittchen zusammen und bleibt am Boden liegen.

In der Überzeugung endlich Erfolg gehabt zu haben, geht die Königin hämisch lachend ab.

Ein Gewitter zieht auf. Der Prinz , der Jäger und die Zwerge betreten die Bühne. Der Prinz treibt die Zwerge und den Jäger zur Eile, da er es kaum erwarten kann Schneewittchen wiederzusehen.

Plötzlich sehen sie Schneewittchen liegen und stürzen zu ihr.

Fassungslos beklagt der Prinz Schneewittchens offensichtlich durch die Hand der Stiefmutter erwirkten Tod und mag es dennoch nicht glauben
Er rüttelt Schneewittchen verzweifelt.
Sie regt sich zunächst nicht, doch plötzlich fängt sie an zu husten und erwacht.

Alle freuen sich und Schneewittchen und der Prinz sinken einander in die Arme. Es wird beschlossen, dass alle sich sogleich auf das Schloss des Prinzen begeben um dort Hochzeit zu feiern
(Quartett: Komm mit mir! )

3.AKT

Man hört Kirchenglocken. Das Volk wartet auf das Paar.
Der Jäger erscheint, gefolgt von den sieben Zwergen und verkündet die Vermählung und Krönung Schneewittchens und des Prinzen. Das Paar erscheint und die Hochzeitsgesellschaft bejubelt das frisch vermählte Königspaar. (Hochzeitsmarsch Hoch soll es leben)

Der Jäger und die Zwerge überbringen dem Paar ihre Glückwünsche; im folgenden Duett versichern sich Schneewittchen und der Prinz ihrer Liebe

Der Prinz verkündet den Beginn des Festes, die Zwerge geben jedoch zu bedenken, dass Schneewittchens böse Stiefmutter zwar verschwunden ist, aber immer noch auf Rache sinnt und das Fest nutzen könnte um das Paar und den Jäger zu töten.

Der Prinz zerstreut die Bedenken und lässt den Tanz beginnen. (Walzer)

Plötzlich erscheint die Stiefmutter, doch das Volk hat sie bemerkt und will sie lynchen. Schneewittchen und der Prinz gebieten Einhalt und wollen sie stattdessen gefangen setzen.

Die Stiefmutter versucht zu fliehen und stirbt vor lauter Aufregung.

© by R. Ficklscherer 2011


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